Auszug aus dem Buch “Kontemplative Exerzitien” von P. Franz Jalics SJ

Diese Schilderung passt bestens in die jetzige Passionszeit, denn wer auch immer die beiden engagierten Priester an die Militärs verraten hat, hat die Rolle des Judas, der Jesus an seine Schergen auslieferte, voll verinnerlicht. Die Parallelen zur Leidensgeschichte Christi sind tatsächlich unglaublich. Wobei die Ermordung von P. Jalics und P. Yorio von der betreffenden Person zumindest billigend in Kauf genommen wurde. Im Falle von P. Yorio trat sie gewissermaßen mit Verzögerung ein; er zerbrach an dem doppelten Verrat: erst, mit größter Wahrscheinlichkeit, durch seinen Vorgesetzten Bergoglio, dann durch eine Amtskirche, die sich offenkundig weigerte, ihm Gerechtigkeit widerfahren zu lassen.
Nach Jalics´ eigenen Worten ist ein Versehen ausgeschlossen – es war eine geplante Denunziation. Wenn dem so sein sollte, wofür sehr viel spricht, ist das, was Bergoglio begangen hat, als Verbrechen einzustufen. Und dementsprechend müsste er vor weltlichen und kirchlichen Gerichten abgeurteilt werden.

Hier ist die Aussage von P. Jalics (S. 174 f.):

“Ich wohnte damals mit einem Mitbruder am Rande des Elendsviertels von Bajo Flores in Buenos Aires. Wir waren  beide Theologieprofessoren an zwei verschiedenen Universitäten. Wir wollten ein Zeugnis davon geben, dass das Elend existierte, aber dass man auch friedlich für die Armen eintreten könne. Von der Amtskirche und von unsern Oberen bekamen wir eine ausdrückliche Sendung, zu den Armen hinauszuziehen. Dennoch war vielen Menschen unsere Anwesenheit in den Slums ein Dorn im Auge, weil sie politisch sehr weit rechts eingestellt waren. Von solchen Menschen wurde das Wohnen im Elendsviertel als eine Unterstützung der Guerilla gedeutet. Es wurde geplant, uns als Terroristen zu denunzieren. Wir wussten, woher der Wind wehte und wer für die Verleumdung verantwortlich war. Ich ging zu der entsprechenden Person und erklärte, dass sie mit unserem Leben spiele. Dieser Mann versprach mir, den Militärs mitzuteilen, dass wir keine Terroristen seien. Nach späteren Aussagen eines Offiziers und nach dem Zeugnis von dreißig Dokumenten, die ich später in der Hand hatte, war unzweifelhaft klar, dass dieser Mann sein Versprechen nicht gehalten, sondern im Gegenteil eine falsche Anzeige bei den Militärs erstattet hatte. Das soll im Augenblick als Hintergrund genügen.

(…)

Fünf Tage lag ich fast ohne zu essen mit Kapuze und mit rücklings gefesselten Händen auf dem Steinboden. Meinem Mitbruder ging es in dieser Zeit wesentlich schlimmer. Man hatte ihm Drogen gegeben, damit er im Rausch Dinge ausspreche, die er sonst nicht gesagt hätte. Wie wir viel später von Offizieren erfuhren, hatte er wider Erwarten über Gott und Jesus Christus gesprochen. Die Militärs waren tief beeindruckt. Sie waren vorher überzeugt gewesen, wir seien Terroristen.“

28.03.2013

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