Die AfD – Keine Alternative für Deutschland

Ich gebe offen und unumwunden zu, dass auch ich einige Zeit mit der AfD sympathisierte. Doch da waren zwei Fragen, die mich beschäftigten:
1. Was will diese Partei wirklich?
Und vor allem:
2. Wer steht wirklich hinter der AfD?

Ich bin zu folgenden Ergebnissen gekommen:
Zu 1.: Die totale Ausbeutung.
Zu 2.: Die Ausbeuter.

Hier ist meine Beweisführung.

I Die Afd plant den Entzug des Wahlrechts für Rentner und Arbeitslose. Sehr klare Worte fand diesbezüglich Mitbegründer und Parteisprecher Konrad Adam:

Vor diesem Hintergrund klingt die Anregung, den Inaktiven und Versorgungsempfängern das Wahlrecht abzuerkennen, provokativer, als sie tatsächlich ist.

Wo sich eine solche Mentalität (gemeint: Versorgungsmentalität, d. Verf.) durchsetzt, ist es mit Staat und Staatlichkeit nicht mehr weit her. Dann muss die Vorstellung vom gemeinen Wohl, ohne das eine Gesellschaft nicht auskommt, verkümmern und verfallen. Der Anspruch, hier und heute gut zu leben, untergräbt den Willen zur Zukunft und zwingt die Politik, dem aktiven, aber schrumpfenden Teil der Bevölkerung zugunsten eines beständig wachsenden, aber unproduktiven Teils immer größere Opfer abzuverlangen. Auf diesem Weg ist Deutschland ziemlich weit vorangekommen.
(Wer soll wählen? Kolumne Die Macht der Schwachen http://www.welt.de/print-welt/article159946/Wer-soll-waehlen.html)

Er beruft sich dabei auf den berühmten Satz John F. Kennedy´s “Fragt nicht, was Amerika für euch tun kann, sondern was ihr für Amerika tun könnt“. Es ist jene Mentalität, die die Katastrophe von Vietnam verschuldet, eine ganze Nation bis auf den heutigen Tag kriegsversehrt und traumatisiert zurückgelassen hat. Es ist jene Mentalität, die ständig neue Soldaten als Frischfleisch und Kanonenfutter in verantwortungslose, am grünen Tisch geplante Kriege jagt, während die selbsternannten „Strategen“ sicher und gemütlich in ihren Luxusbehausungen sitzen und sich in ihren Großmachtphantasien ergehen. Es ist auch jene Mentalität, die in der „Du bist nichts, dein Volk ist alles“-Propaganda der Nazis zum Ausdruck kam.

Dass Adam dabei gleichzeitig die Politiker und Beamten in einem Atemzug mit den Rentnern und Arbeitslosen erwähnt, ist nichts anderes als ein Ablenkungsmanöver.

Dem Entzug des Wahlrechts besonders für die Armen soll die Verstärkung des Stimmengewichts der Reichen gegenüberstehen:

Während die AfD gegenwärtig auch durch punktuelle Kontakte in die äußerste deutsche Rechte von sich reden macht [8], sind vor allem einige Aktivisten und Unterstützer der Partei aus politisch durchaus etablierten Kreisen in der Vergangenheit mit offen antidemokratischen Positionen hervorgetreten. Dies gilt etwa für Roland Vaubel, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Mannheim und Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der AfD. Vaubel hat im Jahr 2007 Vorschläge zum „Schutz der Leistungseliten in der Demokratie“ veröffentlicht. „Leistungseliten“ könne man etwa „dadurch schützen, dass man ein Zwei-Kammer-System einführt und diejenigen, die die Hauptlast der (direkten) Besteuerung tragen, eine der beiden Kammern wählen lässt“. Alternativ könne man „ein System“ mit zwei Kammern gründen, „in dem beide Kammern von allen Bürgern gewählt werden, aber mit unterschiedlichen Gewichten“.[9] Der Vorschlag läuft auf das Ende der demokratischen Gleichheit und die Einführung eines politisch offen privilegierten Standes hinaus. (http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/58685)

Weiter : Die Afd, die Rentner und die Arbeitslosen