Die AfD und die Fortpflanzungsideologie

VII Fortpflanzungsideologie

Schon Adolf Hitler wusste, dass sich die besten Mitglieder der Volksgemeinschaft mit ihresgleichen fortpflanzen müssen. Dazu gründete er den „Lebensborn“, in dem sich germanische Vollblutfrauen mit deutschen Offizieren paaren mussten.

Auf einer gar nicht so weit entfernten Welle schwimmt Thilo Sarazin, der sich mit der üblichen Miesepetermiene über “gebärfaule Akademikerinnen” ereifert, während er selbst nur mit Ach und Krach gerade einmal zwei Kinder zustandebrachte. Die AfD-Gründer gehen auch hier mit leuchtendem Vorbild voran: Lucke produzierte fünf, Frauke Petry bisher vier Kinder. Da sie sich nach wie vor im gebärfähigen Alter befindet, ist mit einer Fortsetzung der Produktion zu rechnen. Dass dabei vielleicht nicht nur leidenschaftliche eheliche Liebe im Spiel ist, sondern durchaus auch finanzielle Interessen, legt zumindest der Parteistandpunkt nahe, die Renten sollten künftig stärker an der Zahl der Kinder bemessen werden (Wikipedia über AfD). Die Ungerechtigkeit dieser modernen Version des nationalsozialistischen Mutterkreuzes, das Frauen und Männer, die keine Kinder bekommen konnten, noch zusätzlich bestraft, ist bereits hinreichend bewiesen worden. Ohne irgendjemandem nahe treten zu wollen: es ist kennzeichnend für mangelnde Intelligenz, wenn Frauen mit der Leistung ihres Unterleibs angeben.

Ich empfehle die entsprechende Förderung von Mäusen: die bekommen nämlich im Jahr bis zu 64 Nachkommen. Bei entsprechender Haltung und guter Führung bekommen sie vielleicht sogar von der AfD das Wahlrecht zugesprochen…

Anmerkung: Bei gerade einmal zwei von fünf Kindern war Lucke im Erziehungsurlaub- gerade so oft, um eine wirkungsvolle Erwähnung in seiner Wikipedia- Biographie zu postieren. Und um dem Wähler zu signalisieren: Herr Lucke ist ein moderner Mann.

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