Heiligsprechung als Propagandatrick

Es ist kein Wunder, dass Johannes Paul II in einem derartigen Eilverfahren heiliggesprochen werden soll. Man fürchtet im Vatikan, dass die Kritiker, die ernste und durchaus angebrachte Bedenken haben, das Verfahren tatsächlich stoppen könnten. Warnungen vor dieser Heiligsprechung hat es im Vorfeld jedenfalls genug gegeben. Außerdem fürchtet  man weitere Untersuchungen.

Offen gesagt glaube ich nicht an diese Wunder. Wojtyla wurde von Ordensschwestern immer geradezu hysterisch verehrt, und es ist nicht auszuschließen, dass eben diese Hysterie zu einer Spontanheilung beigetragen haben könnte.

Was das zweite Wunder betrifft: die Kirche war immer sehr vorsichtig mit der Anerkennung solcher “Wunder”, besonders wenn “Visionen” im Spiel waren. Es ist eine Tatsache, dass fromme Menschen, besonders wenn sie weiblichen Geschlechts sind, aus religiöser Begeisterung in eine Art von Ekstase verfallen können, in deren Verlauf auch Halluzinationen auftreten. Die Frage wird übrigens zu stellen sein, ob die vermeintlichen Visionen nicht auch mit krankheitsbedingten Veränderungen des Gehirns der Betroffenen zusammenhängen könnten.

Da in dieser Kirche leider auch mit Betrug und Korruption gearbeitet wird, ist letztendlich nicht auszuschließen, dass die sogenannten “Wunder” lediglich auf kleinen “Gefälligkeiten” oder auch schlicht frommen Lügen beruhen.

Es ist und bleibt unverantwortlich, Johannes Paul II heilig zu sprechen. Ein Mann, der mit Unterstützung seines Privatsekretärs Erzbischof Dziwisz im vollen Bewusstsein des Unrechts einen Sexualstraftäter wie Macial Maciel Degallado, Gründer der Legionäre Christi, bis zu seinem Tod gedeckt hat, hat sich zum Mittäter schlimmster Verbrechen gemacht. Zumindest muss man ihm unterlassene Hilfeleistung vorwerfen. Die Opfer waren ihm gleichgültig. Ähnlich katastrophal haben sich er und Dziwisz  während des Skandals von St. Pölten verhalten.

Sein Vorgänger Johannes Paul I wurde höchstwahrscheinlich aus dem Weg geräumt, damit er den Thron besteigen konnte.

Die Früchte der Arbeit von Johannes XXIII, der gar nicht so “buono” war, wie ihm von der vatikanischen Propaganda angedichtet wird, kann man seit Jahrzehnten bewundern: leere Kirchen und ewiggestrige Konzilsväter, mit denen man nicht vernünftig reden kann. Die Heiligsprechung dieser beiden Päpste ist nichts anderes, als der verkrampfte Versuch, ein Konzil heiligzusprechen und zu einem Dogma zu erheben, das sich längst als ein großes Desaster entpuppt hat.

Andererseits passen diese seltsamen Heiligen zu der Kirche des Herrn Bergoglio, alias Papst Franziskus, der schließlich auch mit größter Wahrscheinlichkeit die Existenz von mindestens zwei Menschen auf dem Gewissen hat.

Übrigens, kein Witz: die Heiligsprechung von Papst Franziskus ist offenbar auch schon beschlossene Sache. Andreas Englisch, Vatikan-Propagandist und enger Freund von Dziwisz und Wojtyla, hat kurz nach seiner Wahl in einem Interview geäußert, er sei ein “Heiliger”. So etwas ist in Vatikankreisen kein leeres Wort…

Prinzipiell gilt: Wenn es den “Römlingen” in den Kram passt, werden sie nicht die geringsten Hemmungen haben, auch den Teufel heiligzusprechen.

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