Homosexualität – Einige grundlegende Antworten

Sexualität ist meines Erachtens prinzipiell Privatsache. Es interessiert mich nicht, wer mit wem wann wo und wie was tut. Ich habe einfach Besseres zu tun.
Daher hatte ich ursprünglich nicht vor, dieses Thema auf meiner Homepage zu besprechen. Aber in Anbetracht der gegenwärtigen Umstände drängt sich dies geradezu auf. Was Kreuz.Net -bzw. wer auch immer dahinter stecken mag- sich leistet, finde ich einfach nur verabscheuungswürdig, vor allem, wenn man bedenkt, wie verbreitet Homosexualität bis in die höchsten Kreise der Kirche ist. Was da abgeht, ist einfach nur als Heuchelei zu bezeichnen.

Als Zölibatskritikerin kenne ich die sehr problematischen Auswirkungen der homosexuellen Netzwerke, die hinsichtlich der Beibehaltung des Pflichtzölibats eine gewichtige Rolle spielen. Daher müssen wir einige unübersehbare Mißstände der katholischen Kirche zur Sprache bringen, an denen wir beim besten Willen nicht vorbeikommen. Mit schamvollem (Ver)Schweigen tun wir uns keinen Gefallen. Das wird schon viel zu lang betrieben.
Lassen Sie uns also dieses Thema so rational und ausgewogen wie möglich  diskutieren.

Ist Homosexualität Sünde?

Sowohl das Alte als auch das Neue Testament finden sehr scharfe Worte der Verurteilung und Warnung vor der Homosexualität. Aber auch hier gilt: das Gesetz ist für den Menschen da, nicht der Mensch für das Gesetz. In keinem Bereich ist der Mensch so verletzlich wie in seiner Sexualität. Niemand außer Gott kennt die Seele des Menschen vollkommen, nicht einmal er selbst. Es gibt innere und äußere Umstände, die den Menschen zu dem machen, was er nun einmal ist. Viele Betroffene leiden unter ihrer Veranlagung. Jeder Mensch hat mit Schwächen zu kämpfen. Da wir vernunftbegabte Lebewesen sind, sind wir dazu aufgerufen, eine Willensentscheidung zu treffen und unseren Trieb kontrollieren.
Es gilt, sich nach Kräften zu bemühen und sich ansonsten im Vertrauen auf Gottes Barmherzigkeit so anzunehmen, wie man ist. Was Gott Paulus sagte, als dieser sich über den Stachel des Fleisches beklagte, richtet er an jeden Menschen: “Meine Gnade genügt dir.”

Wo verläuft die Grenze?

Die Grenze verläuft wie bei allen Dingen da, wo andere geschädigt werden. Gefordert ist also der verantwortungsbewusste Umgang mit Sexualität. Hier gilt genau dasselbe wie für die Heteros. Missbrauch jedweder Art, Vergewaltigung, (freiwillige) Prostitution, Ausschweifung, Erpressung und Nötigung sowie Mobbing gegen Leute, die Mißstände aufdecken oder sogar deren Verfolgung sind nicht nur als schwere Sünde einzustufen, sondern gehen teilweise bereits fließend in den Straftatbestand über. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Liebe und Gier. Liebe ist gut, Gier ist schlecht. Sie führt nur zu einem gegenseitigen Ausnutzen. Dasselbe gilt für jene, die dem neuen Trend “Polyamorie” folgen. Der ist übrigens gar nicht so neu. Früher kannte man das auch. Man nannte es nur anders: Hurerei.
Ein Blick in die Geschichte lehrt uns, dass alle Formen des Missbrauchs der Sexualität sowohl homo- als auch heterosexueller Natur besonders in Zeiten der Dekadenz auftraten (Griechenland, Rom, Mittelalter, Vorabend der Französischen Revolution sowie des Ersten und Zweiten Weltkriegs). Dass sie nicht in Ordnung sind, zeigt zum einen die Tatsache, dass sie den Niedergang beschleunigen, zum anderen, dass sie die Verbreitung von Geschlechtskrankheiten fördern.

Was ist das Problem der Homosexualität?

Die große Problematik der Homosexualität besteht in der Absage an die Schöpfungsordnung und damit an Gott selbst. Denn mit unverhohlenem Zähneknirschen nehmen Homosexuelle die Tatsache zur Kenntnis, dass Gott den Menschen als Mann und Frau erschuf. Das können sie ihm nicht verzeihen. Und da die Ehe ihnen einen Spiegel vorhält, würden sie die am liebsten auch gleich abschaffen. Damit in direkter Verbindung steht ein geradezu tödlicher Hass auf Frauen. Wie mir ein schwuler Bekannter (praktizierender Katholik und kaum überraschend Zölibatsfan) unverblümt sagte: “Wenn der Islam kommt, werden die Weiber endlich vorne zugenäht. Dann ist Schluss mit Sex.” Ich muss sagen, das hat mich tief beeindruckt.

Alle Homosexuellen, die ich kenne, werden von einem tiefsitzenden Minderwertigkeitskomplex beklagt, in Verbindung mit einem heftigen Ekel vor sich selbst. Im Rahmen einer Gruppenreise lernte ich einen schwulen Geistlichen kennen, der tagsüber eine echte Stimmungskanone war (wenn er nicht gerade gegen Frauen hetzte, die er als Rivalinnen um die Gunst des Reiseleiters wahrnahm). Aber er musste jeden Tag zwanghaft damit beginnen, dass er höchst geräuschvoll und ausgiebig das Frühstück erbrach. Die Leute, die rund 14 Tage im angrenzenden Hotelzimmer zubrachten, mussten sich diese qualvolle Ouverture jeden Morgen anhören. Und da sie meist nach ihm zum Frühstück gingen, war das nicht unbedingt appetitanregend …

Minderwertigkeitskomplexe machen auf die Dauer aggressiv und feindselig. Und hier beginnt das eigentliche Problem. Denn besonders männliche Homosexuelle zeigen die  Tendenz, sich zusammenzurotten. In der Masse fühlt man sich stärker, sogar auserwählt. Da ist fundamentalistisches Herrenmenschdenken nicht weit.
Diese Stimmung kommt exakt in der Aussage des Regisseurs Rosa von Praunheim zum Ausdruck: “Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt.” Die nicht-homosexuelle Außenwelt wird als feindlich begriffen, als etwas, das bekämpft und nach dem eigenen Vorbild umgebaut werden muss. Dazu werden Netzwerke gebildet, die alle Gesellschaftsbereiche durchziehen. Das Ergebnis ist etwas, das ich als “homosexuellen Fundamentalismus” bezeichnen möchte.

Das ist natürlich nicht akzeptabel. Wenn die Homosexuellen nur einen Teil jener Toleranz für andere aufbrächten, die sie für sich selbst postulieren, wäre schon vieles gewonnen.

Ein Beispiel für diese Intoleranz ist die Aufregung David Bergers über den vermeintlichen Widerspruch zwischen der Forderung des neuen Katechismus, Homosexuellen Respekt entgegenzubringen und der Aussage von Bischof Overbeck, dass Homosexualität Sünde sei. Diese hysterische Aufregung ist schlichter Unsinn. Wir respektieren ja auch den Lügner, den Dieb, den Geizhals usw. – was jedoch nichts an dem Tatbestand ändert, dass Lügen, Stehlen, Geiz usw. Sünden sind. Das muss man dann aber auch ganz frei sagen dürfen. Alles andere ist nur eines: Diktatur.
Also, liebe Homosexuelle, vergesst bitte nicht, dass Ihr nicht besser seid als Eure Mitmenschen. Mit anderen Worten: Auch Ihr seid Sünder.
“Ich will frei sein und so leben, wie ich will.”

Sehr gut. Aber diese Freiheit muss man dann auch anderen zugestehen. Warum zum Beispiel, liebe schwule Würdenträger der Kirche, erlaubt ihr nicht die gleiche Freiheit jenen Priestern, die eine Frau heiraten wollen? Aber da faselt ihr von Verzicht und Enthaltsamkeit, die selbst zu üben Euch nicht im Traum einfiele.
Außerdem endet die eigene Freiheit bekanntlich da, wo die des anderen anfängt. Wir können gerne einmal alle Gesetze abschaffen, angefangen bei der Straßenverkehrsordnung. Jeder darf tun, was er will. Der eine findet es toll, Kinder zu schänden und nach Gebrauch auf den Müll zu werfen, wieder ein anderer wollte schon immer mal “Schwule klatschen”. Adolf Hitler, Josef Stalin und noch so ein paar menschenmordende Diktatoren sprechen wir als Vorbilder für alle heilig (in der Disziplin: Selbstverwirklichung um jeden Preis) und Marc Dutroux nebst Gattin bekommt den Friedensnobelpreis.
Ich glaube, die allgemeine Freiheit wird schon am ersten Tag in einer allgemeinen Versklavung enden. Wer eine totale Freiheit postuliert, sägt den Ast ab, auf dem er selbst sitzt.

Darf oder soll man Homosexuelle nicht am besten gleich verfolgen?

Wer so etwas vertritt, begeht selbst nicht nur eine schwere Sünde, sondern auch ein Kapitalverbrechen. Es gilt, was Jesus sagte: “Wer von euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein!” Wir sind alle Sünder, und wir stehen alle in Reih und Glied, angewiesen auf die göttliche Barmherzigkeit; Homos neben Heteros, Bis neben Transen, und was da sonst noch so alles kreucht und fleucht.
Die Erlösung wird allen angeboten – wir müssen sie nur annehmen.
Übrigens sollten sich alle, die (in dieser Hinsicht) zu stehen glauben, vorsehen, dass sie nicht fallen. Denn jeder kann zu jedem Zeitpunkt seines Lebens homosexuell werden.
Schließlich gilt für jeden Menschen: Wer heute ein Sünder ist, kann sich morgen bekehren und ein Heiliger werden. Und genauso umgekehrt: die großen Heiligen waren sich alle dessen bewusst, dass sie zu jedem Verbrechen fähig wären.
Bezüglich der verbalen Verfolgung, die man schlicht als Hetze bezeichnet, ist zu sagen: Hass gebiert Hass. Und das ist in der gegenwärtigen allgemeinen Krise exakt das Allerletzte, was wir gebrauchen können.

Soll man als Schwuler Priester werden?

Früher hätte ich diese Frage bejaht, da auch Schwule Seelsorger brauchen, und Menschen, die selbst betroffen sind, ihre Situation besser verstehen könnten. Aber in Anbetracht der gewaltigen Probleme, die sich uns gegenwärtig in der Kirche mit schwulen Netzwerken stellen, gilt ein “Besser nicht” oder ehrlicher gesagt: ein klares Nein. Es ist einem Großteil der Homosexuellen offenbar unmöglich, Entscheidungen unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung zu treffen. Außerdem haben sie die unumgängliche Neigung, sich zu Netzwerken zusammenzuschließen, die, sagen wir es ehrlich, durch gegenseitig erbrachte “Verdienste” verbunden sind. Solche Spielchen kann sich eine Organisation wie die Kirche, in der es um existenzielle Belange beider Geschlechter geht, nicht leisten.
Seelsorger müssen imstande sein, sich gleichermaßen und mit derselben Menschenfreundlichkeit Männern und Frauen zu öffnen. Dies ist mit dem schwulentypischen Frauenhass unvereinbar.

Soll man als Schwuler ins Kloster eintreten?

Nein, auf keinen Fall. Genauso gut kann man Frauen in Männerklöster aufnehmen oder umgekehrt. Das Ergebnis ist ein fröhlicher Puff. Eine entsprechend unsinnige Idee ist es, Homosexualität in Klöstern freizugeben. Ob da noch Zeit für´s Gebet bleibt?

Was tun, wenn man als Geistlicher homosexuell ist?

Sich so annehmen wie man ist, unbedingt enthaltsam leben, seine Energie in die Seelsorge investieren, etwa für andere Homosexuelle (sofern sich daraus keine Probleme für die eigene Situation ergeben), sich von Netzwerken fernhalten – und auf keinen Fall zwecks Kompensation für solche Bruchbuden wie Kreuz.Net arbeiten.