Propaganda, verbrannte Dokumente, Persilscheine: Der falsche Messias – Wurde Franziskus I seit langem als Papst aufgebaut?

Der Verdacht, dass Jorge Mario Bergoglio von interessierten Kreisen aufgebaut und geschützt wurde und wird, verdichtet sich.

Folgende Thesen drängen sich nach sorgfältiger Analyse auf:

1. Dass die Vorwürfe gegen seine Person keineswegs aus der Luft gegriffen sind.
2. Dass Bergoglio von interessierten Kreisen geschützt wird – und zwar seit vielen Jahren, wahrscheinlich aber schon während seiner Kooperation mit der Junta.
3. Dass Bergoglio geschützt wurde und wird, weil er als Papst aufgebaut werden sollte.
4. Dass Bergoglio Papst wurde, um die Kirche weiter zu zerstören.

Der Propagandakrieg

Da wäre zunächst einmal die überraschende Schärfe, mit der der Vatikan selbst jeden noch so zaghaft geäußerten Zweifel an der Person des neuen Auserwählten zurückweist. Eine solche Diktion ist man nicht einmal aus der Zeit der schlimmsten Angriffe gegen Papst Benedikt XVI gewöhnt. Ich erinnere mich noch gut an die völlig unpassende Bemerkung des Jesuiten P. Eberhard von Gemmingen im Zusammenhang mit der Rehabilitation der Piusbrüder: der Papst sei so frustriert, dass er an Rücktritt denke. Das kam natürlich einer Kapitulation gleich.

Und jetzt dieses. Fast entsteht der Eindruck, als entschieden die Jesuiten darüber, ob ein Papst zurücktritt oder den Thron besteigt (und auch dort bleibt). Wie dem auch sei: die vatikanische Propagandamaschinerie reagiert geradezu hysterisch, wenn es jemand wagt, an der moralischen Lauterkeit eines Mannes zu zweifeln, der unter dem Namen Franziskus I einer zum Jubeln verdammten Masse präsentiert wird. Auf der einen Seite eine fast schon erotische „kollektive Verliebtheit“, wie sie von einer italienischen Zeitung  diagnostiziert wurde, anzufachen und auf der anderen Seite potentielle Skeptiker zu verteufeln, die die von oben gesteuerte Ekstase stören könnten, fällt dabei in eines zusammen.

So ordnet der Pressesprecher des Vatikans, Pater Federico Lombardi, die Zweifler kurzerhand dem antikirchlichen Spektrum zu: „Die Anklagen lassen sich einem Gebrauch von historisch-soziologischen Analysen des Zeitraumes der Diktatur zuordnen, die seit Jahren von Elementen des antiklerikalen linken Spektrums vorangetrieben werden, um die Kirche anzugreifen. Diese müssen mit Entschiedenheit zurückgewiesen werden.“

Dabei bestätigt Lombardis Hinweis, dass die Kampagne gegen Bergoglio „bestens bekannt und bereits mehrere Jahre alt“ sei, ungewollt die Aussagen der Ankläger, wonach man seit Jahren vergeblich versucht habe, Bergoglio zur Rechenschaft zu ziehen.

Gleichzeitig bricht in den Internetforen ein nicht minder hysterischer, geradezu ideologisch gefärbter Kampf gegen missliebige Zweifler los, dessen einzig erkennbare Intention darin liegt, skeptische Stimmen ohne jede Diskussionsbereitschaft niederzubrüllen. Argumente der Gegenseite werden nicht einmal zur Kenntnis genommen. Man WILL es nicht wissen, basta. Und es darf nicht ausgesprochen werden, weil man nicht will, dass es andere wissen.
Handelt es sich wirklich nur um hysterische Papstfans? Oder ist das eine organisierte Guerilla, die durch den vermeintlichen Druck der Masse Abweichlern den Mund stopfen soll?

Um die Ekstase am Laufen zu halten, präsentiert man demonstrativ den „guten“ Vater der Armen: Er küsst Füße, Behinderte, Kinder, er fährt mit Bus und U-Bahn, kocht sich selbst, ruft auf zu Güte und „Zärtlichkeit“ (was auch immer er darunter verstehen mag), bezieht Stellung für Gott und gegen den Teufel, verteidigt die Umwelt und eilt, begleitet von den Posaunenstößen der Propaganda, von einer guten Tat zur nächsten, damit es bloß niemandem entgeht. Es ist ein dermaßen dick aufgetragenes Gutmenschentum, dass es schon zum Ekel reizt.

Zwischendurch führt man dem staunenden Publikum noch rasch seine Jugendliebe vor, damit klar ist, dass er nicht den homosexuellen Seilschaften entstammt, kaschiert seine mangelnde Intelligenz mit seelsorglichen Interessen, und da eine kleine Schwäche sein muss, räumt man ein, dass er als Kind ein „kleiner Teufel“ gewesen sei, was diejenigen, die ihn als erwachsenen Teufel erlebt haben, wohl nicht so niedlich finden werden.

Seltsame Stellungnahmen

Die Stellungnahme des Vatikans zu den gegen Bergoglio erhobenen Anschuldigungen erfolgt am 15.03.2013. Am selben Tag wird die erste Erklärung von P. Franz Jalics auf der Jesuiten-Seite eingestellt. Die Formulierung dieser Erklärung gibt reichlich Anlass zum Nachdenken. Es ist unverkennbar, dass Jalics sich bemüht, dem Auftrag von Vorgesetzten nachzukommen, sich aber gleichzeitig nicht zu verbiegen. Besonders die folgende Passage ist so vielsagend, dass sie in der Nachbesserung kommentiert und korrigiert wird:

„In der Annahme, dass auch wir mit den Guerilla zu tun haben, wurden wir verhaftet. Nach einem fünftägigen Verhör hat uns der Offizier, der die Befragung geleitet hat, mit diesen Worten entlassen: „Patres, Sie hatten keine Schuld. Ich werde dafür sorgen, dass Sie ins Armenviertel zurückkehren können.“ Dieser Zusage zum Trotz wurden wir dann, auf eine für uns unerklärliche Weise fünf Monate lang mit verbundenen Augen und gefesselt in Haft gehalten. Ich kann keine Stellung zur Rolle von P. Bergoglio in diesen Vorgängen nehmen“ (1)

Nach dem letzten Satz fehlt ein Punkt, als wäre er beim Löschen einer nachfolgenden Passage versehentlich mit entfernt worden. Da der Text jedoch auch einige andere grammatikalische und stilistische Flüchtigkeitsfehler aufweist, entsteht der Eindruck, als sei die Stellungnahme, die vom gleichen Tag wie die Verlautbarung des Vatikans datiert, auf Druck und in Eile verfasst worden.

In der Nachbesserung wird der Sachverhalt folgendermaßen dargestellt:

„Der Offizier, der mich verhört hat, bat um meine Dokumente. Als er sah, dass ich in Budapest geboren war, hielt er mich für einen russischen Spion.
In der argentinischen Jesuitenprovinz und in kirchlichen Kreisen wurden schon in den Jahren davor falsche Informationen verbreitet, dass wir darum ins Elendsviertel gezogen sind, weil wir selber zur Guerilla gehörten. Das war aber nicht der Fall. Meiner Vermutung nach sind diese Gerüchte aber der Grund, weswegen wir nicht sofort freigelassen worden sind.“ (2)

Der aufmerksame Leser sollte bemerken, dass sich die Erklärungen diametral widersprechen. Im zweiten Text wird eine völlig andere Geschichte erzählt. Aus dem Offizier, der in der ersten Erklärung „die Befragung geleitet“ und „uns“ entlassen hat, wird in der zweiten „der Offizier, der mich verhört hat“. Plötzlich steht der Vorwurf russischer Spionagetätigkeit im Raum. Von der Erkenntnis der Unschuld nach dem fünftägigen Verhör ist nun keine Rede mehr. Es wird so dargestellt, als habe der Schuldvorwurf unverändert bestanden.

Merkwürdig: Der Inhalt der ersten Stellungnahme bezüglich der „gezielte(n) Fehlinformationen“ und der unerklärlichen Haftverlängerung trotz Unschuldserweis
deutet das an, was Jalics bereits 1995 in seinem Buch „Kontemplative Exerzitien“ geschildert hat:

„Dieser Mann versprach mir, den Militärs mitzuteilen, dass wir keine Terroristen seien. Nach späteren Aussagen eines Offiziers und nach dem Zeugnis von dreißig Dokumenten, die ich später in der Hand hatte, war unzweifelhaft klar, dass dieser Mann sein Versprechen nicht gehalten, sondern im Gegenteil eine falsche Anzeige bei den Militärs erstattet hatte. Das soll im Augenblick als Hintergrund genügen.“(3)

Auch die erste Stellungnahme legt eine Involvierung Bergoglios in die Verschleppung der beiden Jesuiten nahe. Der Satz Ich kann keine Stellung zur Rolle von P. Bergoglio in diesen Vorgängen nehmen ist so doppeldeutig, dass er eindeutig ist, zumal er wie ein Echo des Schlußsatzes der Buch-Passage wirkt: Das soll im Augenblick als Hintergrund genügen. Kein Wunder, dass er der Auslöser für die „Nachbesserung“ war, die einige Tage später erfolgte.

Folglich gilt: Entweder log Jalics wissentlich sowohl in der ersten Stellungnahme als auch in seinem Buch- oder er ist seit 1995 senil. Da er weder den einen noch den anderen Eindruck macht, müssen wir davon ausgehen, dass Druck auf ihn ausgeübt wurde, damit er seine Darstellung im Sinne interessierter Kreise „nachbesserte“.
Wobei sich allerdings die Lobbyisten selbst dem Verdacht aussetzen, nicht mehr recht gescheit zu sein. Denn mit der auf den ersten Blick als zweifelhaft erkennbaren Nachbesserung schneiden sie sich ins eigene Fleisch, was ihnen offenkundig bewusst war. Der Gegensatz zwischen beiden Erklärungen wird auf „Übersetzungsfehler“ in der ersten zurückgeführt, wie exemplarisch an dem Geschlechtswechsel des Laienmitarbeiters zu einer Katechetin dargestellt wird.

Was daher den Kern der Geschichte betrifft, muss Jalics die Begründung für seinen Sinneswandel denn auch selbst liefern:

Früher neigte ich selber zu der Ansicht, dass wir Opfer einer Anzeige geworden sind. Ende der 90er Jahre aber ist mir nach zahlreichen Gesprächen klar geworden, dass diese Vermutung unbegründet war. (2)

Wir werden uns dieser Passsage später noch einmal etwas genauer annehmen.
Nichtsdestoweniger bleibt festzuhalten, dass die Verbindung Bergoglios mit den ausgestreuten „Gerüchten“ und „bewussten Fehlinformationen“ auch von der zweiten Erklärung nicht aufgehoben wird.

Die Flucht nach vorn

Der Artikel, der unter der Schlagzeile „Ich werde alles tun, damit er freikommt“ (4)
am 16. März 2013 und damit nur einen Tag nach der Stellungnahme des Vatikans und der ersten Erklärung P. Jalics´ in der Online-Ausgabe der FAZ erscheint, war wohl als  Befreiungsschlag gedacht. Rasch wird er von den Befürwortern des neuen Papstes verlinkt. Offenbar ohne zuvor den Text gelesen zu haben. Denn die darin enthaltenen Informationen sind so ungeheuerlich, dass man seinen Augen nicht traut. Nach dem scharfen Dementi der letzten Tage, das Kritikern des zum Papst gekürten Jorge Mario Bergoglio eine “antiklerikale Kampagne” unterstellte, ist der Vatikan gemeinsam mit dem Jesuitenorden dazu übergegangen, sein Heil in der Flucht nach vorne zu suchen. Es ist der Versuch, zu retten, was zu retten ist. Dabei wird zur Abwechslung einmal sachlich auf die Argumente der Ankläger eingegangen, die offenbar nicht so unbegründet sind, wie tags zuvor noch behauptet wurde. Der FAZ-Artikel ist der Erkenntnis zuzuschreiben, dass blindes Leugnen angesichts der Beweislage keinen Sinn hat. Bereits mit der Schlagzeile wird der Leser auf die Hauptaussage des Artikels eingestimmt: Ich werde alles tun, damit er freikommt. Es folgen Zwischentitel wie:

Meditation statt Politik (Aussage: Es ging nicht um Politik, folglich konnte es auch keine politischen Differenzen mit Bergoglio geben. Dies bestreitet gleichzeitig eine politische Involvierung Bergoglios und seine Verbindungen mit der Junta.)

Merkwürdiges Austrittsgesuch (Hier wird ein Schwachpunkt der Argumentation der Bergoglios eingeräumt. Verleiht dem Artikel einen Hauch von Überparteilichkeit.)

Keine Stellung zu Bergoglios Rolle (Jalics schweigt zu Bergoglios Rolle und nahm auch nicht an einem einschlägigen Prozess teil. Die Hintergründe dieses Schweigens werden nur oberflächlich gestreift.)

„Wie verrückt dafür eingesetzt“ (Zitat Bergoglio. Echo der Schlagzeile.)

Und dann kommt es, als letzte Überschrift: Zweifel an Ferencs Behauptungen

Beim Leser bleibt immer das am besten hängen, was am Anfang und am Ende eines Artikels steht. Hier lautet die Aussage unmissverständlich: Bergoglio hat ALLES für die beiden Priester getan – und es gibt angesichts der geistigen Gesundheit P. Jalics Zweifel an dessen Behauptungen.
Mit unglaublichem Zynismus versucht man zumindest die Glaubwürdigkeit P. Jalics zu unterminieren durch den Hinweis auf die Folgeschäden der Folter. Und da zeigt sich, dass der Artikel in Wirklichkeit eine Auftragsarbeit der Bergoglio-Partei sein dürfte.

Mit diesen Mitteln haben alle Diktatoren gearbeitet.

Denn immerhin gibt es die Aussage des wichtigsten Zeugen überhaupt, dem  eine “antiklerikale Kampagne” schwerlich vorgeworfen werden kann: die von Franz (Ferenc) Jalics selbst in seinem Buch “Kontemplative Exerzitien”, erschienen 1995. Die FAZ betont, Jalics habe in seiner Erklärung vom 15. März “einen anderen möglichen Grund für seine Verhaftung“ angedeutet: „Durch den damaligen Informationsmangel bedingt und durch gezielte Fehlinformationen war jedoch unsere Lage auch innerkirchlich missverständlich.“ Da sich -laut Nachbesserung- eine Katechetin der Guerilla angeschlossen hatte, habe sich der Verdacht auch gegen die beiden Priester gerichtet.

Hier stellt sich allerdings die Frage, wer diese „gezielten Fehlinformationen“ ausgestreut hat. Jalics sagt aus, er habe sich gemeinsam mit Yorio aufgrund der ausdrücklichen „Erlaubnis von Erzbischof Aramburu und des damaligen Provinzials P. Jorge Mario Bergoglio“ in der Favela aufgehalten. Gleichzeitig hätten beide ihre Lehrtätigkeit an der Universität wahrgenommen. Mit anderen Worten: die beiden waren nicht aus der Welt. Sowohl der Erzbischof als auch (und erst recht) der Provinzial konnten sich jederzeit durch persönlichen Kontakt der Absichten der beiden vergewissern – wenn sie es denn gewollt hätten. Und damit sind wir exakt wieder bei dem Vorwurf, den Jalics in seinem Buch formuliert hat.

Wir erfahren von “Differenzen”, von “Meinungsverschiedenheiten in religiösen, sozialen und politischen Fragen“ zwischen den Jesuiten Ferenc Jalics bzw. Orlando Yorio auf der einen und Bergoglio auf der anderen Seite. Die beiden Jesuiten waren aus Überzeugung das, was Bergoglio heute vorgibt zu sein: Priester der Armen und Entrechteten. Wollte er die beiden Mitbrüder loswerden?

Etwa weil sie zu einer gefährlichen Konkurrenz wurden? Denn kaum sind die beiden Priester aus dem Feld geschlagen, setzt sich Bergoglio an ihre Stelle – und entdeckt die Armen zu seinen eigenen Zwecken. Zuvor hat ihn deren Situation offenbar nicht interessiert, obwohl sie, wie Jalics in seiner ersten Erklärung schreibt, verheerend gewesen sein muss: „Im Jahre 1974, vom inneren Wunsch bewegt das Evangelium zu leben und auf die schreckliche Armut aufmerksam zu machen…“

Bergoglio behauptet in dem Gesprächsband „Der Jesuit“, er habe sich „wie verrückt“ für die beiden eingesetzt. Dabei kann man je zwei Besuche bei dem Chef der Junta, Diktator Jorge Videla, und dem Oberkommandierenden der Marine, Admiral Emilio Massera“ wohl kaum als „wie verrückt“ bezeichnen.

Wer sich wirklich einsetzt, ist Jalics´ Bruder. Er schreibt an den damaligen Staatsminister im Auswärtigen Amt, Hans-Jürgen Wischnewski, an den Apostolischen Nuntius in Buenos Aires und an Jorge Mario Bergoglio. In seinem Brief vom 1. September 1976 spricht er ihn direkt auf die Differenzen an: „Ich habe gehört, dass Sie und mein Bruder Meinungsverschiedenheiten in religiösen, sozialen und politischen Fragen gehabt haben sollen . . .“ Diese räumt Bergoglio in seiner Antwort vom 15. September 1976 zumindest teilweise sogar ein: „Die Schwierigkeiten, die Ihr Bruder und ich gehabt haben über das religiöse Leben, haben damit nichts zu tun.“

Hat das internationale Engagement des Bruders Schlimmeres verhindert und vielleicht beiden Patres das Leben gerettet? Fürchtete man, er könne zuviel Staub aufwirbeln?

Immerhin lässt die Folter kaum etwas aus, das dazu angetan ist, Menschen zu zerbrechen. Dabei beweist Orlando Yorio eine beeindruckende Fähigkeit zum  Martyrium: „Fünf Tage wurden sie verhört, Yorio wurden Drogen verabreicht, doch er sprach nur über Gott.“

Nach fünf Monaten ohne Licht, ständig gefesselt, werden sie aus einem Helikopter über einem Feld abgeworfen. Ein Verfahren, das stark an die Todesflüge erinnert, bei denen die Verurteilten aus Flugzeugen über dem offenen Meer abgeworfen wurden.

Der mittlerweile zum größten Teil nach Amerika ausgewanderten Familie wird mitgeteilt, die beiden Priester seien tot. Einen Tag nach der Totenmesse meldet sich Jalics telefonisch bei ihnen.

Katz-und-Maus-Spiel mit der Familie: Die seltsamen Informationskanäle zwischen Kirche und Junta

Geradezu menschenverachtend erscheint der Umgang der Kirche mit der Familie, wie ihn die FAZ beschreibt:

Als Nächstes kam ein Brief vom Nuntius aus Buenos Aires. Er schrieb: „Er lebt, aber wir wissen nicht, wo er ist.“ Der Bruder … antwortete: „Woher wissen Sie dann, dass er lebt?“ Dann passierte wieder nichts. Bis ein Freund der Familie, der beim Roten Kreuz in Genf arbeitete, im Oktober einen Brief nach Amerika schickte. Darin stand, dass er leider die Information bekommen habe, dass die beiden Verschwundenen ermordet worden seien.

Am Tag nach der Freilassung schreibt Bergoglio erneut an die Familie:

Die falsche Nachricht, dass Francisco ermordet worden war, hat man auch bei uns gesagt. Aber ich wollte einer solchen Nachricht nie glauben, da ich Auskunft über beide Patres hatte.

Mit anderen Worten: da liefen Informationsdrähte hin und her. Doch die Familie wurde schließlich in dem Glauben belassen, dass die beiden tot seien. So etwas ist in höchsten Grade unbarmherzig. Warum hat Bergoglio nicht wenigstens soviel seiner heute vielbeschworenen Güte aufgebracht, die Familie auf dem Laufenden zu halten?

Wie man ein Opfer zum Schweigen bringt: Lektion 1: Folterungen machen unglaubwürdig

Als Jalics über Weihnachten 1976 von seinem Bruder besucht wird, ist er immer noch so schwer geschädigt, dass er kaum laufen kann. Ständig laufen ihm die Tränen über das Gesicht. Er zittert am ganzen Leib. So etwas nennt man einen totalen Zusammenbruch.

Doch was jetzt kommt, ist an Dreistigkeit nicht zu überbieten: dieser Zustand, den offenbar Bergoglio mittel- oder unmittelbar verschuldet hat, wird gegen das Opfer verwendet. Unter dem Titel „Zweifel an Ferencs Behauptungen“ schafft es die FAZ in echt jesuitischer Manier, die Aussagen Jalics als unglaubwürdig erscheinen zu lassen. Die Schilderung läuft darauf hinaus, dem Opfer Geisteskrankheit zu unterstellen:

Zunächst habe er kaum gesprochen. Erst später begann er zu erzählen, auch von der Vorgeschichte, von seiner Vermutung, ein Mitglied des Ordens habe ihn denunziert. Die Familie nahm die Vorwürfe zur Kenntnis, niemand widersprach. Aber es gab auch Zweifel: Konnte jemand nach fünf Monaten Folter die Gründe objektiv beurteilen?

Es ist wohl kaum glaubwürdig, dass die eigene Familie mit dem Hintergrundwissen, über das sie verfügte, ihren gefolterten Sohn und Bruder wie einen geisteskranken Narren behandelte.

Wie man ein Opfer zum Schweigen bringt: Lektion 2: Verbrannte Dokumente

Nun gehört es, wie mir ein Einheimischer sagte, zu der spezifischen Situation in Argentinien, dass es im allgemeinen sehr schwierig ist, Personen wegen der Kooperation mit der Militärdiktatur anzuklagen. Grund: Es gibt, wohl aus verständlichen Gründen, keine Dokumente, anhand derer ein klarer Nachweis geführt werden könnte, sei es weil sie rechtzeitig vernichtet oder gar nicht erst angelegt wurden.

Dieses Phänomen kennen wir auch in Deutschland. Die NSDAP-Zugehörigkeit von Personen, die für eine spätere Verwendung vorgesehen waren, wurde durch „Verweigerung“ des Parteibuches verschleiert (Hans Globke, Chef des Bundeskanzleramts unter Konrad Adenauer), obwohl sie unter dem Regime eine Bilderbuchkarriere machten. Am bekanntesten ist die Führung von Stasi-Mitarbeitern als IM´s, und der besondere Schutz, den solche genossen, die im öffentlichen Leben der Bundesrepublik standen. Bis auf den heutigen Tag ist es für Westdeutsche praktisch aussichtslos, zu erfahren, wer sie gerade im Schnittfeld von Kirche, Politik und Universitäten im Auftrag der Stasi ausspioniert hat.

Doch gibt es wirklich keine Dokumente? Offenbar NICHT MEHR.

Denn was im folgenden geschieht, ist kaum fassbar. Im guten Glauben an die Gerechtigkeit fährt Jalics mit Yorio Mitte der achtziger Jahre nach Rom, „um dem General ihres Ordens ihre Version der Geschichte vorzutragen“. „Sie nahmen alle Dokumente mit, die sie hatten. Er kam ernüchtert zurück. Zu seinem Bruder sagte er, dass er alle Papiere aus der Zeit verbrennen werde.“

Ist das Motiv Gehorsam oder Angst?

In Rom ist man jedenfalls ganz offenkundig weder an der Wahrheit noch an Gerechtigkeit interessiert. Aber offenbar fürchtet man doch die Aussagekraft der Dokumente. Verbrennen! – lautet die Lösung. Dafür werden uns heute angebliche Dokumente präsentiert, die bezeugen sollen, wie sehr sich doch Bergoglio für arme Verfolgte eingesetzt habe.

Es ist das Rom Karol Wojtylas, der als Papst Verbrecher deckte.

Wie man ein Opfer zum Schweigen bringt: Lektion 3: „Versöhnung“

Ende der achtziger Jahre wird ein Wiedersehen mit Bergoglio in Buenos Aires vermittelt. Man spricht miteinander, Bergoglio, der ihn einst aus dem Jesuitenorden verstoßen hatte, legt Wert darauf, öffentlich mit ihm die Messe zu feiern. Und natürlich muss man sich dabei auch umarmen, damit alle sehen, dass alles in Ordnung ist.
Im FAZ-Artikel liest sich dies folgendermaßen:

Hinterher erzählte er seinem Bruder, dass Bergoglio sich bei ihm entschuldigt habe. Wofür, sagte er nicht. Er habe ihm verziehen, danach hätten sie gemeinsam die Messe gefeiert. Er wolle sein Leben nicht damit verbringen, Rache zu üben.

Rache? Wofür? Versöhnung? Weswegen? Entspricht es nicht ganz einfach der Wahrheit, dass Bergoglio ungestört Papst werden wollte – und seine Förderer nicht bei ihrem Werk, ihn auf den Thron Petri zu heben, belästigt werden wollten?

Wie man ein Opfer zum Schweigen bringt: Lektion 4: Tod

Doch noch ist Jalics nicht vollends zum Schweigen gebracht. 1995 erscheint sein Buch mit dem harmlosen Titel “Kontemplative Exerzitien”, das allerdings eine Menge Sprengstoff birgt, wenn auch der Name Bergoglios nicht ausdrücklich genannt wird. Insider indes wissen die Zeichen zu deuten.

Erst ein weiteres Geschehnis lässt Jalics verstummen: der Tod seines Freundes und Leidensgefährten Orlando Yorio im Jahre 2000. Dieser Tod stand, wie aus der Formulierung Jalics zu folgern ist, nicht nur in Zusammenhang mit den schrecklichen Erlebnissen in den Folterkammern Argentiniens, sondern auch mit der Verbitterung über die Ungerechtigkeit kirchlicher Funktionäre, die sich weigerten, zumindest mit ihrer Billigung begangene Verbrechen zu sühnen:

Weil er gesehen habe, wie sein Freund Orlando, der 2000 starb, daran zugrunde gegangen sei. Damals hörte Jalics auf, über die Vergangenheit zu sprechen.

Seltsamerweise erfährt man nicht, wie der heldenhafte Yorio “zugrundeging”. Wie wir erfahren, war er anders gestrickt als der ruhige Jalics. Während dieser eher ruhig und still war, der Meditation zugeneigter als politischen Fragen (und damit etwas harmloser), wird Yorio als temperamentvoll, diskussionsfreudig und politisch interessiert beschrieben.

Ein Mann, der gefährlich werden konnte? Wir wissen nichts Genaues über seinen Tod, nur dass er zerbrach, weil er mit der Vergangenheit nicht abschließen konnte. Hatte er sich der von oben verordneten “Versöhnung” verweigert?
Unwillkürlich stellt sich die Frage: Ist jemand, der sich nach grausamsten Folterungen, die das Leben zweier engagierter Menschen zerstörten und sie restlos zerbrachen, bei den Opfern entschuldigen muss, etwa nicht fähig …

Aber lassen wir das, es wären reine Spekulationen. Tatsache ist, dass dieser Tod keineswegs zu einem unpassenden Zeitpunkt auftrat und seine Wirkung nicht verfehlte. Im Jahr 2000 war Papst Johannes Paul II schon so krank, dass man mit einem baldigen Konklave rechnen konnte. Und wie man weiß, war Bergoglio der schärfste Rivale Ratzingers bei der damaligen Papstwahl von 2005.

Bemerkenswert auch die Aussage, mit der Jalics in der FAZ von seinem Bruder zitiert wird:

Und als er ihn gefragt habe, wie er es aufgenommen habe, dass Bergoglio zum Papst gewählt wurde, habe Jalics gesagt, das habe er schon lange geahnt.

Dies deckt sich interessanterweise mit einer Äußerung Yorios, wie sie von dessen Schwester Graciela Yorio berichtet wird. Horacio Verbitsky zitiert sie mit den Worten:

Er (Bergoglio, d. Verf.) hat erreicht, was er wollte. Ich sehe noch Orlando vor mir im Esszimmer des Hauses, es ist schon einige Jahre her, wie er sagt: ´Er will Papst werden.´“ (5)

Wie man ein Opfer zum Schweigen bringt: Lektion 5: Warnungen und „Gespräche“

Hier kommen wir noch einmal zurück zu der Passage aus Jalics „Nachbesserung“ vom 20.März 2013:

Früher neigte ich selber zu der Ansicht, dass wir Opfer einer Anzeige geworden sind. Ende der 90er Jahre aber ist mir nach zahlreichen Gesprächen klar geworden, dass diese Vermutung unbegründet war.

Seltsam, was „Ende der 90er Jahre“ alles geschieht. In zahlreichen Gesprächen konnte das Opfer davon überzeugt werden, dass es kein Opfer war. Oder dass es dies nicht mehr behaupten durfte? Und im Jahr 2000 stirbt dann auch noch der zweite Zeuge, das zweite Opfer. Damit steht Aussage gegen Aussage. Einmal ganz davon abgesehen, dass Bergoglio mächtige Vertreter der kirchlichen Hierarchie hinter sich hat. Jalics ist nun vollkommen allein. Vollkommen ausgeliefert. Und wie knallhart sogenannte „Gespräche“ in der kirchlichen Hierarchie ablaufen, ist Insidern allgemein bekannt. Auch Schwester Lucia, die Seherin von Fatima, die das letztendlich noch immer nicht vollständig veröffentlichte Dritte Geheimnis kannte, wurde über „Gespräche“ (und Bespitzelung) zum Schweigen gebracht.

Es ist unverkennbar: der einzige, der jetzt noch redet/reden darf, ist Bergoglio.
Ein einziges Mal kam es in der Angelegenheit nach Angaben der FAZ zu einer Aussage Bergoglios vor Gericht, im Jahre 2010:

Auch Jalics war zu dem Prozess eingeladen, er sollte aussagen. Doch er fuhr nicht hin. Bergoglio sagte damals, er habe die beiden Patres gewarnt: Ihre Arbeit bringe sie in Gefahr, sie könnten Opfer der herrschenden Paranoia werden.

Der „Prozess“ ist offenbar nichts anderes als ein Schauprozess, der dazu dient, den oder die potentiellen Täter reinzuwaschen. Durch die „zufällige“ Abwesenheit Jalics ist dafür gesorgt, dass kein störendes Element die fromme Idylle infragestellt.

Hatte Bergoglio Jalics auch diesmal gewarnt – vor einer Aussage?

Das Opfer ist der Täter!

Im gleichen Jahr 2010 äußerte sich Bergoglio noch einmal, was daran zweifeln lässt, ob es sich wirklich um ein zufälliges Zusammentreffen zweier unabhängiger Ereignisse handelt. Er ließ sich von zwei Journalisten für den Gesprächsband „Der Jesuit“ über „befragen“. Darin stellte er seltsame Mutmaßungen an, die unübersehbar intendierten, ihn reinzuwaschen:

Yorio und Jalics … seien in den siebziger Jahren dabei gewesen, eine eigene Gemeinschaft zu gründen, es habe sogar schon Regeln dafür gegeben. Der damals höchste Jesuit, der Generalobere Pedro Arrupe, habe die beiden deshalb aufgefordert, sich zwischen dem Jesuitenorden und ihrem „eigenen Projekt“ zu entscheiden. Da sie ihr Projekt aber nicht aufgeben wollten, hätten die beiden Patres schließlich um ihre Entlassung aus dem Jesuitenorden gebeten. (FAZ)

Also: nicht Bergoglio hat die beiden Mitbrüder des Ordens verwiesen, ihnen so den Schutz der Kirche entzogen und dies der Junta gemeldet, um sie als vogelfrei zu brandmarken, sondern die beiden Priester selbst hatten ihren Orden verraten und den Austritt erbeten.

Ein allerdings merkwürdiges Austrittsgesuch, wie die Zeitung selbst befindet. Denn die Familie kann bezeugen, dass Jalics nie derlei Pläne geäußert habe. Im Gegenteil, der Orden, dem er seit 30 Jahren angehörte, sei „sein Leben“ gewesen. Außerdem hatte er bereits die Ewigen Gelübde abgelegt, was einen Austritt erheblich erschwert hätte. Dass daran so einiges nicht stimmen kann, zeigt zudem die Tatsache, dass Jalics bis auf den heutigen Tag Jesuit ist. Nach freiwilligem Austritt sieht das jedenfalls nicht aus.

2010 ist das Jahr, in dem Benedikt XVI bereits erhebliche Schwierigkeiten in Rom hat und die Jesuiten bereits seine Kapitulation vorbereiten. Zeit, sich auf ein neues Konklave vorzubereiten – und vorher seine Angelegenheiten  ins Reine zu bringen.

Wollte sich also Bergoglio einen Persilschein verschaffen?

Jalics hat unmissverständlich signalisiert, dass er in der Sache nicht weiter Stellung nehmen wird. Er hat sich „versöhnt“, damit „abgeschlossen“. Das sind Worte eines Menschen, der weiß, dass er ohnehin keine Gerechtigkeit zu erwarten hat.

Linke Kampagne als Propagandatrick?

Es ist eine beliebte Strategie, ernstzunehmende Thesen von unseriösen Autoren formulieren zu lassen, um ihre Glaubwürdigkeit von vornherein infrage zu stellen. Es ist anzunehmen, dass dies auch in diesem Fall praktiziert wurde. Horacio Verbitsky ist als Parteigänger von Frau Kirchner wahrlich die falscheste Person, um sich der Vorwürfe gegen Kirchner-Kritiker Bergoglio anzunehmen. Zudem der selbsternannte „Experte“ seine Inkompetenz selbst erweist, indem er etwa Pius XII mit Johannes Paul II und Bergoglio mit Benedikt XVI auf eine Stufe stellt.
Gleiches gilt für die dem linken Spektrum zuzurechnenden Magazine wie etwa recht dümmlich schreibende TAZZ.
Mit anderen Worten: Verbitsky und die TAZZ schreiben möglicherweise in kirchlichem Auftrag. Hätten wir nur die seriöse Aussage von P. Jalics, dessen Buch seit 1995 nicht wenigen bekannt ist, wäre die Sache weitaus gefährlicher für die Bergoglio-Partei. So aber kann der Pressesprecher P. Lombardi beruhigt gegen eine antiklerikale Kampagne des linken Spektrums donnern (was ja immer irgendwie stimmt), während das Opfer sich praktisch von sich selbst distanziert.

Zusammenfassung und abschließende Wertung

Schnell stellt sich für den unbefangenen Beobachter die Frage, ob es hier nicht auch um einen Machtkampf ging. Sollte es der Wahrheit entsprechen, dass Jalics und Yorio eine neue Bewegung gründen wollten, und dies inmitten eines sozialen und politischen Pulverfasses, das jederzeit explodieren und eine neue Truppe von Revolutionären an die Macht bringen konnte, hätte dies den mit dem alten Regime kollaborierenden Jesuitenorden rasch in Bedrängnis gebracht. Möglich ist allerdings auch, dass die Mär von der Neugründung nur aufgestellt wurde, um die beiden Patres des ersten Verrats zu bezichtigen, damit der von Bergoglio vollzogene Ausschluss aus dem Orden verständlicher erschiene. Gleiches gilt für Begriffe wie “fernöstliche Einflüsse” in der Meditation und “Befreiungstheologie”, die offenbar einen leicht häretischen Touch suggerieren sollen. Die Vorwürfe erscheinen umso zwielichtiger als Bergoglio von einem der Hauptvertreter der Befreiungstheologie, Leonardo Boff,  heute überschwänglich gelobt wird.

Tatsache ist aber wohl, dass man die beiden als gefährliche „religiöse Guerilleros“ einschätzte, die den Einfluss des Ordens in der Bevölkerung schwächen könnten. Spätestens von diesem Augenblick an dürften kirchliches und weltliches Regime gemeinsame Interessen gehabt haben. Genausowenig wie die etablierten Jesuiten war die Regierung an einem Umsturz interessiert. Die Kirche sicherte der Diktatur den Einfluss auf die Bevölkerung, während die beiden Priester faktisch durch ihre schiere Existenz exakt das Gegenteil taten – wodurch sie zu einem gemeinsamen Feind wurden. Folglich steht zu befürchten, dass die Jesuiten zumindest an einer „Umerziehung“ der Abtrünnigen ein begründetes Interesse hatten. Denn Ungehorsam gilt im Jesuitenorden als schlimmstes Vergehen, das den sofortigen Ausschluss rechtfertigen kann. Die Jesuiten sind eine Machtorganisation, die darauf angewiesen ist, dass ein Rädchen ins andere greift.

Bergoglio als Papst?

Wir sollten nie vergessen, dass Herr Bergoglio aus einem Land kommt, in dem die Diktatur an der Tagesordnung war (und wohl noch bis zu einem gewissen Grade ist). Die etablierte argentinische Kirche war, von wenigen Helden abgesehen, ein Teil dieser Diktatur. Argentinien ist das Exil deutscher und italienischer Faschisten, die ihre Methoden am neuen Tätigkeitsort fortgesetzt und an kommende Generationen weitergegeben haben. Er entstammt zudem einem Orden, der sich immer im Dunstkreis weltlicher Mächte aufhielt, und dessen oberstes Gebot der absolute, um nicht zu sagen: Kadavergehorsam ist. Ein Orden, der auf Öffentlichkeitswirksamkeit bedacht ist und die Methoden der psychologischen Beeinflussung maßgeblich entwickelt hat. Was dies bedeutet, erkennen wir bereits jetzt an dem unwürdigen Propagandakrieg, den der Vatikan im Schulterschluss mit den Jesuiten aufführt.

Die Wahl diese Mannes wird der Kirche ungeheuren Schaden zufügen, wie er sich schon jetzt andeutet, wenn in einem Forum zu lesen ist:

Bei der Katholikensippschaft
Hätte mich auch schwer gewundert, wenn man bei dieser Sippschaft aber auch nur eine einzige Person ohne Dreck am Stecken gefunden hätte (6)

Aber vielleicht ist genau das die Aufgabe dieses Mannes (unter einigen anderen zerstörerischen mehr). Man wird der Kirche nun berechtigterweise vorwerfen können, was man immer so gern Papst Pius XII unterstellte: “der Stellvertreter” von Diktatoren zu sein, hier allerdings noch schlimmer ein Handlanger von Folterknechten.

Das Konklave von 2013 wird sich als eines der schädlichsten der gesamten Kirchengeschichte erweisen.

(1) http://www.jesuiten.org/aktuelles/details/article/erklarung-von-pater-franz-jalics-sj.html
(2) http://www.jesuiten.org/aktuelles/details/article/erganzende-erklarung-von-pater-franz-jalics-sj.html
(3) S. 174 f. Zitat unter Vorbehalt. Zum Zeitpunkt der Abfassung dieses Beitrags war mir das Buch noch nicht zugänglich. Ich stütze mich hier auf ein Zitat, das ich in einem Internetforum gefunden habe.
(4) http://www.faz.net/aktuell/politik/die-wahl-des-papstes/bergoglio-in-argentinien-ich-werde-alles-tun-damit-er-freikommt-12117541.html#Drucken
(5) http://www.jornada.unam.mx/2013/03/15/opinion/005a1pol: Francisco, sucesor de Benedicto XVI, un ersatz
(6) http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/jorge-mario-bergoglio-und-die-militaerdiktatur-die-zwei-gesichter-des-papstes-franziskus/7928238.html