Ukrainekrise II – Das friedliche Szenario

Szenario 1 Deutschland wird über die AfD zum Vasallenstaat Russlands

 

Szenario 1 Deutschland wird über die AfD zum Vasallenstaat Russlands

Bereits durch die Wiedervereinigung 1989 erfolgte der erste Teil der friedlichen Übernahme Westdeutschlands, die jedoch inoffiziell blieb und sich auf einzelne Regierungsmitglieder mit DDR-Vergangenheit stützte. Durch die sich an Russland anlehnende AfD würde dieser Prozess intensiviert werden. Vor allem würde der russische Einfluss bis ins Europaparlament reichen.

Nach dem bewährten Muster “Guter Junge-böser Junge” beschimpfen sich die Akteure gegenseitig und schaffen so Parteiungen. Gerade weil dies so penetrant geschieht, wirkt es verdächtig. Nicht nur die Völker, sondern auch die Bürger innerhalb der Staaten werden aufeinander gehetzt, alte Parteigrenzen lösen sich auf, neue Koalitionen bilden sich. CDU-Leute finden sich plötzlich auf der Seite der Linken wieder, die ihrerseits Hand in Hand mit der extremen Rechten gehen. Gewinnerin dieser Neuordnung im Parteienbereich ist die AfD, das Sammelbecken der Unzufriedenen. Durch die Krise zeigt sich die Ohnmacht des dekadenten Europa besonders krass. Russland dagegen hebt sich wie eine Lichtgestalt vor einem Schatten hervor. Besonders interessant dabei ist, dass die gleichen Medien, die kritische Kommentare gegen die AfD löschen, fast zeitgleich am heftigsten gegen Russland und Putin hetzen. Das bedeutet, dass beide Elemente – Unterdrücken von AfD-Kritik und Hetze gegen Putin – zusammengehören. Dass sie tatsächlich zwei Instrumente mit demselben Ziel sind, wird sich im weiteren Verlauf der Ereignisse zeigen.

Denn die AfD scheint zu Russland in einem sehr speziellen Verhältnis zu stehen.

Die Annäherung an die einstige sowjetische Großmacht gehörte bereits im September 2013 zum Außenpolitischen Thesenpapier der Partei. Was einige Monate zuvor noch Skepsis beim Wählervolk hervorgerufen hätte (und mit entsprechender Zurückhaltung der Öffentlichkeit preisgegeben wurde), erweist sich unter den gegenwärtigen Umständen als sinnvolle Politik. Infolge ihres Verhaltens riskieren die etablierten Parteien, allen voran die CDU unter Angela Merkel ein Nachlassen der Wählergunst. Auch wenn diese Leute nicht alle zur AfD abwandern, wird die CDU zumindest prozentual geschwächt und die Protestpartei entsprechend gestärkt. Interessanterweise hat die AfD in ihrem Papier genau den Krisenfall einschließlich einer möglichen kriegerischen Auseinandersetzung unter Federführung der USA skizziert, mit dem wir es heute zu tun haben. Handelt es sich nur um bemerkenswerte Weitsicht – oder ist da mehr?

Wer sich schon immer über das Logo der AfD wunderte, reibt sich nun verwundert die Augen: denn diese Farbzusammenstellung von Rot, Blau und Weiß sieht der russischen Flagge bemerkenswert ähnlich. Tatsache ist auch, dass sich nach Aussage des Parteichefs Lucke ein Großteil der Wähler aus dem Osten Deutschlands und der Partei der Linken rekrutiert. Dies alles weist, zusammen mit dem Thesenpapier, auf eine bemerkenswerte Nähe zu Russland hin. Nun wäre dagegen nicht viel einzuwenden, wenn Putin tatsächlich ein Erneuerer im Sinne der alten russischen Kultur in Verbindung mit demokratischen Werten wäre. Doch – ist er es wirklich? Wieviel KGB steckt noch immer in Putin?

Und so ungeheuerlich es auch klingen mag: wie viel KGB steckt in der AfD?

Die Hetze gegen Russland und seinen Präsidenten Wladimir Putin in den Medien steigert sich fortwährend, als hätten sich alle verabredet, die Grundregeln diplomatischer Etikette mit Füßen zu treten und den gesunden Menschenverstand einem grassierenden Wahnsinn weichen zu lassen. Inwieweit schlicht fanatisierte Zeitgenossen oder von den Geheimdiensten bezahlte Propagandisten ihr Unwesen im Netz treiben, ist nicht mehr zu unterscheiden.
Immer schriller wird der Ton, immer dümmlicher und primitiver die Äußerungen. Die Kriegsrhetorik ist unüberhörbar. Immer öfter tauchen Schlüsselwörter wie “Krieg” oder “Gewalt” auf. Den Menschen wird suggeriert: “Wir brauchen einen Krieg!” Und als müsse der reale Krieg virtuell vorweggenommen werden, dreschen die Menschen  mit verbaler Gewalt aufeinander los, und man spürt ihr Bedauern, dass Worte nicht töten können.
Während US-Präsident Barack Obama Russland als “Regionalmacht” erniedrigt, ruft Julia Timoschenko zur Ermordung Putins und einem Nuklearkrieg gegen die Russen auf. Nichts als verbrannte Erde dürfe zurückbleiben. Und wenn sich die deutsche Verteidigungsministerin für eine stärkere Rolle der Nato in der Ukrainekrise ausspricht, ist spätestens klar, dass wir vor einem Dritten Weltkrieg stehen. Zeitgleich werden alle Kritiker der Kriegshetze als Söldner des Kremls und dumme, geisteskranke Feinde Europas, Amerikas, der Muslime, der Demokratie und gleich der ganzen Menschheit stigmatisiert.

Was unweigerlich dazu führt, dass sich die Russen gemeinsam mit allen anderen Verfolgten hinter Putin als dem edlen Helden zusammenschließen, der als eine Mischung aus Rambo und Messias daherkommt. Putin geht in die Kirche, besucht den Papst (den er 45 Minuten lang warten lässt) und bietet sich als Beschützer der weltweit verfolgten Christen an. Eine Aufgabe, die – aus welchen Gründen auch immer- keine westliche Macht einschließlich des Vatikans mehr wahrnehmen will. Der Westen steht auf Seiten der Muslime, speziell der Islamisten. Mit seinen eigenen Glaubensbrüdern kann er dagegen nichts mehr anfangen. Er unterstützt nicht nur die Feinde der Christen, sondern beteiligt sich sogar durch Medienhetze an der Verfolgung. Europa wird ebenso wie die Kirche erkennbar von einer Schwulenlobby regiert, die alles ausschaltet, was ihr nicht nach dem Mund redet.

In dieser Situation ist Putin, der sich scheinbar unerschrocken der Meute entgegenwirft und der Dekadenz die Stirn bietet, eine Lichtfigur. Und genau das ist wohl auch der Grund für die seltsame Zurückhaltung der Kirche und des Westens in der Sache des Schutzes der Christenheit. Was wiederum bedeuten würde, dass die Kirche in den Plan des großangelegten Betruges eingeweiht ist – und mitmacht.
Natürlich sind viele Christen noch skeptisch ob der plötzlichen Bekehrung des KGB-Offiziers, aber Wunder gibt es bekanntlich immer wieder und Putin macht nicht den Eindruck eines Befehlsempfängers.

Den lahmen, von Europa frustrierten Deutschen machen es die Krimrussen vor: sie spalten sich von der verhassten Ukraine ab und kehren heim zu Mütterchen Russland. Sie verweigern sich offiziell dem “Schwulen-Europa”, dem nichts anderes übrigbleibt, als geifernd zuzusehen und Sanktionen anzudrohen, mit denen es sich selbst ins Gesicht schlüge. Süffisant veröffentlicht das Staatsorgan “Stimme Russlands” die steigenden Beliebtheitswerte des Präsidenten. Der diesen Umstand auch mal gleich ausnutzt, um sich selbst das Gehalt zu erhöhen.

Die Botschaft wird immer eindeutiger. Mütterchen Russland wartet auf euch alle, bereit, euch in seine Arme zu schließen. Oder ist es doch eher der Würgegriff des KGB?

Kurz vor den Europawahlen hilft die “Stimme Russlands“ der Wählerentscheidung bereitwillig nach: die AfD habe Verständnis für Russland. Sie sei gegen eine weitere Nato- und EU-Osterweiterung. Die Ukraine solle niemandem gehören, also gewissermaßen neutral bleiben. Das sind durchaus kluge Positionen, die jeder vernünftig denkende Mensch nur befürworten kann. Gleichzeitig hebt das russische Nachrichtenmagazin hervor, dass Obama und Merkel mit einem Nuklearkrieg liebäugeln. Was dies besonders für die europäische Bevölkerung bedeuten könnte, ist klar: den sicheren Tod oder zumindest langes Siechtum. Hiroshima und Nagasaki lassen grüßen. Der Westen führt einen Vernichtungskrieg gegen das eigene Volk.

Ein Wink zugleich mit dem Zaunpfahl: Wenn die AfD an der Macht ist, ist die Kriegsgefahr gebannt. Die Gefahr eines Nuklearkriegs.

Die Psychofalle besteht darin, dass wir durch Assoziationen fehlgeleitet werden, was besonders für die Intellektuellen gilt, die über entsprechende Kenntnisse verfügen. Alles soll uns an den Kalten Krieg und die beiden Weltkriege erinnern. So tritt der  russische Botschafter in der Sendung „Menschen bei Maischberger“ auf und erinnert an den Präzedenzfall des Zweiten Weltkrieges. Gleichzeitig wird uns in der selben Sendung eine Karte präsentiert, die zeigt, dass die Ukraine gar nicht so weit entfernt sei von Berlin. Und dass angrenzende Länder einen Einmarsch der Russen befürchteten. Die Drohung ist klar: standen die Sowjets nicht schon einmal in Berlin? Die Vision von Massenvergewaltigungen drängt sich auf. Einzige Lösung: Krieg, bevor “der Russe” noch näher kommt. Interessant auch, dass in der international ausgestrahlten Karnevalssendung “Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht” hasserfüllt gegen “den Russen” gehetzt wurde.

Tatsächlich wäre kaum etwas so geeignet wie ein Krieg, um “den Russen” die Pforten nach Deutschland zu öffnen. Die Bundeswehr wird von der stolzen Roten Armee, wie sie einst genannt wurde, bereits jetzt stilvoll verachtet. Wenn dann auch noch Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen mitten in der Krise kundtut, sie wolle die Ansprüche an die körperliche Fitness der Soldaten herunterschrauben, muss dies in Putins Ohren wie eine Einladung klingen. Gelten doch russischstämmige Soldaten innerhalb der Bundeswehr nicht nur in körperlicher Hinsicht als weitaus überlegene Krieger. Es sind gerade diese Russlanddeutschen, die im Falle eines Krieges nicht unbedingt als besonders vertrauenswürdig gelten können. Der deutsche Staat wird sich dessen bewusst sein müssen, dass er den Feind im eigenen Hause hat. Diese Soldaten, die zu den besten Kriegern der Truppe gehören, hören russische Staatssender – und verbreiten natürlich deren Botschaft unter den Kameraden und zivilen Freunden. Eine  Botschaft, die umso nachhaltiger wirkt, als sie von der Realität bestätigt wird.
Dies alles zusammen mit der Unzufriedenheit in der Truppe, die sich längst kaum mehr mit ihrem deutschen “Vaterland” identifizieren kann, ergibt eine gefährliche Mischung. Im Ernstfall müssten wir vielleicht sogar mit Überläufern rechnen.

Aus allem ergibt sich der Verdacht, dass wir es hier in der Tat mit einem Handel zu tun haben, bei dem Europa buchstäblich verkauft wird. Und das, was sich da ausbreitet, ist wahrscheinlich nicht das alte, gläubige Russland, sondern der KGB. Es ist das Wiederauferstehen eines Kommunismus mit moderner Maske, der gelernt hat, dass man mit den Reichen paktieren muss, wenn man an ihrer Macht und ihrem Reichtum teilhaben will. Die Kommunisten unserer Tage sind superreiche Oligarchen, die nicht im Traum daran denken, ihre Pfründe mit dem Volk zu teilen, das sie in ihre Machtpositionen hebt. Durch die Wende ließ sich der Kommunismus scheinbar für eine gewisse Zeit zurückdrängen, jetzt erfolgt die Revanche. Von Putin ist bekannt, dass er es als schmerzlich empfand, als die Wende das Terrain der Großmacht bröckeln ließ. Dieses Gefühl elementarer Demütigung deckt sich mit dem vieler Russen. Putin will als der Eroberer in die Geschichte eingehen, der das russische Imperium wiederhergestellt hat. Er hat große Chancen, dies zu erreichen. Schon gibt es Gruppen auf Facebook unter dem Titel “I want a President like Putin“ und “Putinisten (Deutsche Freunde Wladimir Putins)”, die sich einen starken Führer nach seinem Vorbild wünschen. Was man den Leuten, denen in den letzten Jahren die ewigen Jünglinge und geschlechtsneutralen Milchknaben der FDP und anderer Parteien Seite an Seite mit einem mehr oder weniger fähigen “Weiberregiment” vorgesetzt wurden, auch nicht verdenken kann.

Wenn die AfD in Deutschland an die Macht kommt, wird sie wie ein Vasall das Land in Putins Sinne regieren. Deutschland riskiert damit ebenso erobert zu werden wie in einem Krieg, wobei dies lediglich ohne Waffen geschehen wird. Tatsächlich aber wird es eine Kolonie Russlands sein. Größer wird die Dimension auf europäischer Ebene. Wer Deutschland, eine Führungsnation Europas, besitzt, der besitzt Europa. Was noch deutlicher wird, wenn die AfD als Putin-Partei in das Europaparlament einzöge. Auch dieser Weg wurde vom Bundesverfassungsgericht durch die Abschaffung der Drei-Prozent-Hürde bereits freigeräumt. Konsequenterweise wird nun auch die Beseitigung der Fünf-Prozent-Klausel für den Bundestag erwogen. Solche Forderungen machten sich früher verdächtig. Wohl aus diesem Grund hat das Bundesverfassungsgericht zunächst die Drei-Prozent-Hürde abgeschafft, so dass wie der frühere Verfassungsrichter Hans-Kürgen Papier erklärte, die Beibehaltung der  Fünf-Prozent-Klausel auf Bundesebene unlogisch erschien. So konnte man die Öffentlichkeit an die Beseitigung einer der wichtigsten Stützen der Demokratie seit der Weimarer Republik gewöhnen.

 

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