Zensur bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung?

Mein Diskussionsbeitrag bei der FAZ, in dem ich über die mir widerfahrenen Repressalien im Zusammenhang mit meiner Forschungsarbeit berichte, wurde interessanterweise unterschlagen. Hieran sieht man, welche Leute bei der FAZ das Sagen haben: aus dem Dunstkreis von Bischofskonferenz und Jesuiten. Hier ist der Beitrag noch einmal in ungekürzter Fassung (für die FAZ hatte ich ihn leicht gekürzt, um die erlaubten 1000 Zeichen nicht zu überschreiten):

Das ist das typische Verhalten der Bischöfe – und dazu braucht es nicht einmal die vielbeschworenen “konservativen Kräfte”. Ich selbst habe erlebt, welchen Stellenwert Wissenschaft bei diesen Leuten hat. Als ich im Zuge meiner Forschungen zur Berechtigung des Zölibatsgesetzes auf eindeutige Fälschungen und Fehlinterpretationen von Schriftstellen seitens der Kirche stieß, aus denen sich zweifelsfrei ergab, dass das Gesetz nicht zu halten ist, wollte ich der  Bischofskonferenz vor einer anstehenden Diskussionsdebatte meine Ergebnisse vorstellen. Obwohl ich mich auf die Empfehlung eines Jesuiten berufen konnte, ließ  mir P. Hans Langendörfer ausrichten, man habe kein Interesse an einem Dialog. Seit meine Forschungsergebnisse bekannt wurden und besonders seit der Drucklegung meines Buches “Geheimsache Zölibat und Missbrauch” bin ich einer Zensurpolitik und anderen Repressalien ausgesetzt, die der Diktatur einer Bananenrepublik gut zu Gesicht stünden. Wobei sich hier allerdings Kirche und Staat die Arbeit teilen dürften, da ich in meinem Buch auch auf Hintergründe der Dutroux-Affäre einging.

Schließlich glaube ich, dass das Scheitern der Studie von vornherein beabsichtigt war. Näheres hierzu in einer Analyse auf meiner Homepage: “Können wir uns diese Bischöfe überhaupt noch leisten?”
http://www.gesellschaftundkirche.com/bisch%C3%B6fe/missbrauchsstudie/

Ich habe die FAZ folgendermaßen zur Rede gestellt:

Ich wüsste ganz gerne, weshalb mein Beitrag von der FAZ unterschlagen wurde. Wenn ich mich recht erinnere, ist das Recht auf freie Meinungsäußerung im Grundgesetz festgeschrieben. Interessant erst recht für eine Wissenschaftlerin, dass sie ausgerechnet bei einer Zeitung, die angeblich die „Elite“ mit Informationen versorgt, Repressalien und Zensur ausgesetzt ist. Falls Sie jetzt doch noch meinen Beitrag online stellen, dann natürlich nur, weil es zu spät ist und niemand ihn mehr sehen wird. Ich werde auf meiner Homepage gebührend für Sie werben. (Der Einfluss der Jesuiten auf Ihr Blatt ist ja hinreichend bekannt).

Aber zum Glück gibt es andere (und bessere) Informationsmedien …